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Land Vorarlberg
 





















Zum Projekt Bergheimat, Landschaftsentwicklung Nenzing


Die traditionelle bäuerlich geprägte Landschaft entwickelte sich über Jahrhunderte durch uns Nutzer. Mit dem Strukturwandel der letzten dreissig Jahre hat der grösste Teil der einheimischen Bevölkerung den direkten Einfluss auf die Landnutzung verloren, zumindest als Landwirt. Der Natur- und Landschaftsschutz wurde zur öffentlichen Aufgabe. Seither bezeichnen Experten die besonders schützenswerten Biotope und schlagen deren Unterschutzstellung vor. Damit sind sie aber noch lange nicht erhalten. Mit viel Aufwand und Herzblut ist es gelungen, wenige Prozente als Naturschutzgebiete auszuweisen. Nirgends ist es bisher gelungen, ausreichend vielfältige Kulturlandschaften als solche zu erhalten. Wir haben inzwischen gelernt, dass wir die Landschaft nicht als Freilichtmuseum unter eine Käseglocke setzen können. Wir haben das magische Schlagwort der nachhaltigen Nutzung eingesetzt und meinen damit, dass nur eine in der Intensität auf den Standort angepasste umweltverträgliche Nutzung diese Vielfalt erhalten kann. Das hat mit Ökologie, Ökonomie und dem Menschen viel zu tun.

Das “Lichtwort” der nachhaltigen Nutzung kommt aber nicht automatisch in die Umsetzung. Der Strukturwandel der Landwirtschaft in Europa lässt die peripheren Lagen verwalden. Auf der Südabdachung der Alpen ist dies weit fortgeschritten, aber auch bei uns dehnt sich das Waldareal massiv aus. In den Hanglagen der Gemeinde Nenzing hat beispielsweise in den letzten 30 Jahren die Waldfläche um 43 % zugenommen, zwischen 900 und 950 m.ü.M. gar um 189 %. Dr. Hans Burtscher aus Nenzing hat diese Landschaftsveränderungen mit seiner Kamera akribisch festgehalten und diese Bilder zeigen den Landschaftswandel ganz deutlich.

Dem Projekt Bergheimat, Landschaftsentwicklung Nenzing, liegt eine sehr genaue Aufnahme aller naturschutzfachlich wertvollen Biotoptypen in den Hanglagen von Nenzing zu Grunde. Besonders die für die Erhaltung der Biodiversität so wichtigen Mager- und Streuwiesen sind in diesen Hanglagen im Rückgang begriffen. Umso wichtiger war es, ein genaues Bild über das Vorkommen von Mager- und Streuewiesen in diesen Bereichen zu schaffen. Neben der Aufnahme der Vegetation war es auch wichtig, zu beurteilen, ob und wie eine Wiederaufnahme der Wiesennutzung stattfinden soll. Es liegen genaue Erhebungen auf Katasterebene vor. Auf Grundlage dieser Erhebungen werden dann die Gespräche mit den Bewirtschaftern und Grundeigentümern geführt. Die Empfehlungen der Einzelmaßnahmen beruhen auf einer fundierten Aufnahme und Bewertung der Flächen. Es werden nur jene Flächen entbuscht, auf denen in der Folge eine permanente landwirtschaftliche Nutzung sichergestellt ist. Durch die Wiederaufnahme der Mahd auf Magerheu- und Streuewiesen sowie durch die Instandhaltung von Heubargen soll die Kulturlandschaft mit traditionellen bäuerlichen Nutzungsformen wieder aufgewertet werden. Das Projekt trägt dazu bei, dass naturschutzfachlich wertvolle Ressourcen und die regionalen Eigenart der Kulturlandschaft entwickelt und erhalten werden.

Landesrat Ing. Erich Schwärzler




www.vorarlberg.at

Allianz in den Alpen
 














Seit Jahrhunderten gestaltet der Mensch die ursprüngliche Naturlandschaft neu, was zu einem vielfältigen Mosaik an Flächen, der Kulturlandschaft führte. Dieses Projekt setzt ein klares Zeichen für den Erhalt dieses Erbes. Mit zunehmender Zersiedlung und Verbauung wurden viele solche Landschafträume zerstört oder von einander getrennt. Hier setzt das Projekt „Bergheimat“ an und verfolgt tatkräftig das Ziel der Wiederherstellung einer möglichst offenen zusammenhängenden Kulturlandschaft. Dank der Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Frastanz kommt man diesem Ziel nicht nur näher sondern der daraus entstehende Mehrwert auch im Bereich Bewusstseinsbildung hat Vorbildcharakter.

Vorsitzender "Allianz in den Alpen" Bgm. Rainer Siegele


www.alpenallianz.org

Marktgemeinde Nenzing
 






















Mit dem Projekt Bergheimat unterstützt die Marktgemeinde Nenzing die Bemühungen zum Schutz und Erhalt unserer wertvoller Natur und Landschaftsräume.

Besonders hervor zu heben ist dabei das übergreifende Engagement von Gemeindemandataren und interessierten Mitbürgern. Zusätzliche Kraft und Impulse erhält das Projekt durch gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und regionale Kooperationen.

Bürgermeister Marktgemeinde Nenzing
Florian Kasseroler

Verein der Vorarlberger Naturwächter
 



















Naturwächter kontrollieren die Einhaltung der verschiedenen Verordnungen zu Natur- und Umweltschutz. Natürlich ist es mir ein Anliegen bei einem solchen Projekt zum "Schutz unserer Heimat" mit zu wirken.

Landesleiter Otto Wehinger